Glasgipfelkreuz Schwartwand 2339 m
Zur Geschichte des Glasgipfelkreuzes
Während eines Besuchs bei der Firma Glas Gasperlmair in Wagrain sah ich in jeder Produktionshalle ein Miniatur-Glaskreuz auf der Wand und teils auf Maschinen.
Da kam mir folgender Gedanke: „Kann man ein Gipfelkreuz aus reinem Glas, ohne Trägerelemente aus Metall, Holz usw., gemacht werden?“
Ich fragte Herrn Josef Gasperlmair, der mit mir den Firmenrundgang machte, ob diese Idee realisiert werden könnte.
Herr Gasperlmair dachte kurz nach und sagte mir: „ Ja, das ist möglich, jedoch technisch noch nicht sehr lange".
Ab diesem Zeitpunkt war ich von der Idee des Glasgipfelkreuzes gefesselt. Auch der Gedanke, dass es möglicherweise europaweit, wenn nicht sogar weltweit das erste reine Glasgipfelkreuz ohne jegliche Träger aus Metall oder Holz sei, war ein sehr interessanter und eindrucksvoller Gedanke. Auch Herr Gasperlmair, selbst ein begeisterter Alpinist, fand diese Idee faszinierend. Als Pionier der Glasveredelung reizte ihn die Vorstellung ein Gipfelkreuz aus Glas zu produzieren und er unterstützte mich sehr großzügig bei der Finanzierung meines Projektes. Herr Gasperlmair besitzt und leitet zusammen mit seinem Sohn Mag. Dr. Peter Gasperlmair in Wagrain ein Glasveredelungsunternehmen, welches stark auf Qualität und Individualität setzt.
Als Mitglied des Edelweißclubs Salzburg stellte ich meine Idee, mein Projekt auch den Clubkollegen vor. Auch die Edelweißer fanden dieses Projekt spannend und entschlossen sich ebenfalls zu einer großen finanziellen Unterstützung. Nun konnte ich mit der Umsetzung des Projektes beginnen.
Der Gipfel für das Glasgipfelkreuz stand für mich schon fest: Die Schartwand (2.339 m) im Tennengebirge. Von dort bietet sich allen Berg- und Naturbegeisterten ein wunderbarer Ausblick auf unsere schöne Salzburger Bergwelt.
Doch vor der Umsetzung musste ich noch die notwendige Genehmigung des Grundstückeigentümers, den Österreichischen Bundesforsten, einholen. Nach der Vorstellung meines Projektes waren die zuständigen Verantwortlichen von meiner Idee eines Glasgipfelkreuzes begeistert und die Genehmigung für dessen Errichtung wurde umgehend erteilt.
Die nächsten Schritte konnten gesetzt werden: Das Fundament (Ankerstangen) wurde im kompakten Felsgestein im Gipfelbereich verankert. Bei dieser Arbeit wurde ich tatkräftig von meinem Bruder Gerhard Steiner und unserem gemeinsamen Freund Günther Brunner unterstützt.
Eine wesentliche Hilfel zur Realisierung und Umsetzung des Projekts bekam ich auch von meinem Freund Walter Enthammer (HELIOS Hubschraubertransport GesmbH, Anthering), welcher mit seinem Hubschrauber sichere Flüge durchgeführt hat und für diese Einsätze nichts verrechnet hat!
Wir benötigten einiges an Material, Geräten sowie Maschinen zur Errichtung eines beständigen und starken Fundaments. Als Richtschnur für die Statik wurden hierbei die Windgeschwindigkeiten des Sturms Kyrill plus zusätzliche Sicherheiten herangezogen. Der Kyrill peitschte damals mit Windgeschwindigkeiten von über 270 KM/h über das Tennengebirge hinweg.
Das gläserne Gipfelkreuz wurde am 28. April 2010 auf die Schartwand 2.339 m (Tennengebirge) Salzburg/Österreich/Europa geflogen.
Das Gipfelkreuz widme ich zu allererst meinen Eltern sowie allen Freunden und Natur- und Bergliebhabern. Der Gedanke gefällt mir sehr, dass sich viele Menschen dieses Glasgipfelkreuzes und der umliegenden schönen Natur erfreuen können.
Glückliche und schöne Stunden auf den Bergen wünscht Euch
Roland Steiner
Unsere Profipartner:
Firma Glas Gasperlmair, Wagrain
Nussbaumer Kunststoffvertrieb GmbH, Lieferinger Hauptstraße 130, 5020 Salzburg
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