125 Jahre Edelweiß-Club Salzburg

Der Edelweiß-Club Salzburg wurde im Jahre 1881 – dem damaligen Trend folgend – als „Geselligkeits-Club Edelweiß" gegründet. Wie aber aus Bergfahrtenberichten aus den frühen Jahren ersichtlich ist, war schon von Beginn an bei einem Teil der Mitglieder das Bergsteigen von Vorrang, während andere sich vor allem der Trachtenerhaltung widmeten. So kam es 1891 zur Trennung und es entstanden der Trachtenerhaltungsverein Alpinia und der Bergsteigerverein Edelweiß-Club.

Der Edelweiß-Club Salzburg besteht seither als reiner Bergsteigerverein mit durchschnittlich 50 bis 60 Mitgliedern. In den seither 125 Jahren gab es bedeutende bergsteigerische Leistungen wie Expeditionen nach Spitzbergen 1955, Broad Peak Erstbesteigung 8.047m und Skil Brum Erstbesteigung 7.360m (Karakorum) 1957, Hoggar (Sahara) 1959, Hindukusch 1963 und 1965, Anden 1976 und nochmals Broad Peak 1979, Kilimanjaro (5.895m) im Jänner 2004, wo alle 18 Teilnehmer den Gipfel erreichten. Wobei es sich bei der Karakorumexpedition 1957 um eine Kleinexpedition (ohne Hochträger, ohne Sauerstoffgeräte und ohne Basislagerversorgung) handelte, der so genannte „ALPINE STIL" an den Achttausendern, war geboren.

Es wurden aber auch alle großen Wände der Ost- und Westalpen durchklettert und Tausende Gipfel in aller Welt erstiegen, auch als Erstbegehungen bzw. Erstbesteigungen.

Eine gewaltige Gemeinschaftsleistung war der Bau der Edelweißer Hütte auf dem Tennengebirge 1921/1922. Damals bot die Forstverwaltung Werfen zwei Hütten, die Tristlhütte und die Achselsandenhütte in der Nähe der Eisriesenwelt, unter der Bedingung zum Verkauf, dass die Achselsandenhütte abgetragen werden muss. Die damaligen Edelweißer haben die beiden Hütten erworben und die Balken der abgetragenen Achselsandenhütte zuerst hinüber nach Mahdegg, dann durch die Griesscharte hinauf zum mittleren Streitmandl getragen und dort auf 2.349m daraus die Edelweißer Hütte gebaut. Heute besitzt und betreut der Club auch noch die Sonneck-Hütte 1.203m.

Bereits im Fasching 1882 veranstaltete der Club für seine Mitglieder und Freunde ein Edelweiß-Kränzchen. Dieses wurde Jahr für Jahr (nur während der beiden Weltkriege unterbrochen) durchgeführt und wurde größer und größer. Aus Tradition blieb aber der bescheidene Name Kränzchen erhalten. Es ist wohl ein Wunder, dass ein kleiner Verein, mit derzeit 68 Mitgliedern, eine der größten Ballveranstaltungen Salzburgs, mit 2.500 Besuchern und mit wachsender Beliebtheit, zustande bringt. Dies ist nur durch die fleißige und tatkräftige Mitarbeit aller Mitglieder möglich.