Entschleunigung vom Feinsten (oder finde das Glück im Kleinen)

Die ersten Sonnenstrahlen werden auf den Tautropfen am Moos reflektiert – kleine gelbe Hütchen geben sich darunter zu erkennen – Schwammerlzeit – die Nase denkt schon an das abendliche Schwammerlgericht – aber was bietet sich mehr an zur Nachspeise als dralle vollreife Heidelbeeren in Gesellschaft von reifen Waldhimbeeren – die Kirchenglocken vom Tal schlagen 12 – das Smartphone liegt seit Tagen ausgeschaltet auf der Hütte – keine Termine, kein Radio, kein Fernsehen, keine Messages, keine hyperventilierten Neuigkeiten – nur die Bäume, die sich im leichten Wind der aufsteigenden Thermik wiegen, der Flügelschlag eines über die Wipfel fliegenden Raben, leise Stimmen aus der Ferne von vorbeiziehenden Wanderern.

Es ist nur Stille, man erkennt am Surren die verschiedenen Insekten, riecht so viele Dinge, man nimmt bewußt seinen Atem, den Pulsschlag und den Wald wahr – aber da blitzt schon wieder etwas Gelbes – die archaische Natur des Jägers und Sammlers steckt tief in uns…..und man fühlt sich frei!